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TGA-Dokumentation: Anweisende Dokumentation

Facility Management: TGA » Leistungen » Anweisende Dokumentation

Verbindliche Vorgaben für standardisierte Abläufe und klare Zuständigkeiten

Verbindliche Vorgaben für standardisierte Abläufe und klare Zuständigkeiten

Die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) ist das Rückgrat des Gebäudebetriebs – ihre Dokumentation ist Voraussetzung für rechtssichere Betreiberverantwortung, wirtschaftliche Wartung, digitale Integration und Revisionssicherheit. Damit die Unterlagen im Alltag auch nutzbar, nachvollziehbar und einheitlich eingesetzt werden können, braucht es eine anweisende Dokumentation: klare Regeln, Standards und Vorgaben zur Erstellung, Ablage, Nutzung und Pflege der TGA-Unterlagen im Betrieb. Nur mit anweisender Dokumentation wird aus der TGA-Dokumentation ein Werkzeug für den Betrieb, nicht nur eine Ablagepflicht. Sie schafft die Grundlage für Sicherheit, Effizienz und Digitalisierung – und stärkt die Position des Facility Managements als Betreibervertretung.

Anweisende Dokumentation macht aus Daten nutzbare Informationen. Sie stellt sicher, dass TGA-Unterlagen auffindbar, aktuell, vollständig und auditfähig sind – egal ob bei Wartung, Umbau, Störung oder Behördentermin. Sie ist Teil der betrieblichen Governance, der FM-Strategie und der Digitalisierung.

Digitale Dokumentation als Grundlage für Transparenz und Betriebssicherheit

Ziele der anweisenden Dokumentation zur TGA

  • Sicherstellung der rechtskonformen Betreiberverantwortung nach BetrSichV, PrüfVO, VDI 3810

  • Strukturierte, einheitliche und vollständige Ablage von TGA-Unterlagen

  • Integration in digitale Systeme wie CAFM, GLT, DMS oder BIM

  • Klare Rollen, Zuständigkeiten und Prozesse für Nutzung, Pflege und Übergabe

  • Grundlage für Schulung, Übergabe, Prüfung, Audit und Notfallbereitschaft

Verfahrensanweisungen (SOPs)

Bereich

Beschreibung

Erstellung von Dokumentation

Welche Unterlagen sind bei Neubau / Umbau zu erstellen? In welchem Format? Bis wann?

Ablagestruktur & Dateibenennung

Einheitliche Ordnerstruktur (z. B. nach Gewerk, Gebäude, Anlagennummer), Namenskonventionen

Freigabe- & Prüfroutinen

Wer prüft die Unterlagen? Wer gibt sie frei? Was ist „betriebsfähig“?

Zugriffsregelung

Wer darf was lesen, bearbeiten, hochladen oder löschen?

Pflege bei Änderungen

Was tun bei Umbauten, Instandsetzungen, Updates? Wer ist zuständig?

Rollen & Verantwortlichkeiten

  • Dokumentationsverantwortliche*r im FM

  • Verantwortliche*r für CAFM / GLT / DMS

  • Dienstleister mit Dokumentationspflicht

  • Prüfer: Dokumentationsvorlage bei Inspektion

  • IT / Datenschutz: Zugriff, Löschregeln, DSGVO

Struktur- und Formatvorgaben

Typ

Vorgabe

Revisionspläne

DWG + PDF/A mit Version, Datum, Planverfasser

Schemata & Übersichten

PDF/A, verlinkbar mit GLT oder CAFM

Prüfprotokolle

Lesbar, unterschrieben, als PDF/A oder digital signiert

Betriebsanleitungen

Herstellerdokumente als PDF, versioniert

Datenpunktlisten

Excel oder XML, strukturierte Tabellen, eindeutige Objektbezüge

Technische Anforderungen

  • Zentrale Ablage in DMS oder CAFM

  • Mobil- und Offlinefähigkeit für Techniker:innen (z. B. via App)

  • Suchfunktion & Filterbarkeit nach Gewerk, Raum, Objekt, Version

  • Schnittstellen zu GLT / Ticketsystem / Prüfsoftware

  • Versionsmanagement & Änderungsprotokollierung

Beispiele für anweisende Dokumente

Beispiele für anweisende Dokumente

Beispiel

SOP

„Einpflege von TGA-Dokumentation in das CAFM-System“

Checkliste

„Übergabeprüfung Dokumentation bei Neubauübergabe“

Vorlage

„Dateibenennungsschema für Revisionspläne“

Rollenbeschreibung

„Dokumentationsverantwortliche*r FM / DMS“

Anweisung

„Änderungsmanagement bei TGA-Umbauten“

Integration in Betrieb & Qualitätssicherung

  • Schulung neuer Mitarbeitender im Umgang mit TGA-Dokumentation

  • Integration in Onboarding, Betreiberhandbuch, Auditunterlagen

  • Regelmäßige Reviews (z. B. jährlich): Was fehlt, was ist veraltet?

  • Kennzeichnung von Abweichungen (z. B. „in Prüfung“, „veraltet“, „aktuell gültig“)

  • Verknüpfung mit Prüfzyklen, Wartungsterminen und Notfallmanagement

Erfolgsfaktoren

  • Einheitlichkeit: gleiche Struktur für alle Projekte / Liegenschaften

  • Verbindlichkeit: Teil von Verträgen, Pflichtenheften, internen Richtlinien

  • Nutzerfreundlichkeit: logisch, auffindbar, verständlich – auch für Nicht-Techniker:innen

  • Pflegeprozess klar geregelt: kein „Dokumentationsgrab“

  • Digitale Erreichbarkeit: mobil, zentral, durchsuchbar